Jerez de la Frontera, Andalusien, Spanien, Nov 2025

Jerez de la Frontera liegt im Landesinneren der Provinz Cádiz und ist vor allem für Sherry, Pferdezucht und Flamenco bekannt. Die Stadt verfügt über eine sehenswerte Altstadt mit maurischen und christlichen Einflüssen, zu deren wichtigsten Bauwerken der Alcázar de Jerez und die Catedral de San Salvador zählen.

Die Kathedrale wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet und vereint Elemente aus Gotik, Barock und Klassizismus. Besonders prägend ist die massive Kuppel. Im Inneren überzeugt die klare, großzügige Raumwirkung. Die Kathedrale steht an der Stelle einer ehemaligen Moschee und spiegelt damit die wechselvolle Geschichte von Jerez wider. Erhalten geblieben sind die Grundmauern des früheren Minaretts, das durch einen Glockenaufsatz ergänzt heute den Glockenturm bildet. Diese bauliche Entwicklung erklärt auch die freistehende, leicht vom Hauptgebäude abgesetzte Position des Turms.

Der Alcázar ist eine gut erhaltene maurische Festungsanlage aus dem 11. Jahrhundert und diente einst als militärische Basis und Residenz des muslimischen Gouverneurs. Besonders sehenswert sind die Moschee, die Bäderanlage sowie die ausgeklügelten Systeme zur Wasserversorgung mit Brunnen und Zisternen. Auch Anlagen zur Herstellung von Olivenöl sind gut erhalten.

Nach der christlichen Eroberung wurde der Alcázar umgestaltet und als Herrschaftssitz weitergenutzt. Die Gärten wurden im Stil spanischer Gartenkunst angelegt und verbinden maurische sowie spanische Elemente. Im 17. Jahrhundert entstand auf dem Gelände der Palacio de Villavicencio, ein Barockpalast, der lange Zeit als Residenz der Bürgermeister von Jerez diente.